Auswandern. Die Heimat verlassen, um an einem anderen Ort ein besseres Leben zu beginnen. Diese Idee hat wohl jeder irgendwann einmal in seinem Leben. Für die Meisten bleibt es bei dem romantischen oder abenteuerlichen Gedanken. Aber jedes Jahr entschliessen sich Hunderttausend, die Koffer zu packen und Deutschland für immer zu verlassen. Sie ziehen nach Amerika oder Österreich, nach Asien oder Südamerika. Die Gründe sind dabei sicherlich vielseitig; für einige mag es der Traum, nach dem Leben im “Paradies” sein, für andere wirtschaftliche Gründe.
Bevor nun meine Verwandtschaft besorgt anruft: Nein, ich beabsichtige nicht nach Timbuktu-Süd zu ziehen. Aber auch ich habe mir wiederholt die Frage gestellt, ob ich Deutschland nicht den Rücken kehren sollte – in verschiedenen Phasen meines Lebens aus verschiedenen Gründen. Meistens scheiterte ich schon bei der grundsätzlichen Frage: Wohin sollte ich gehen? Welches Ziel wäre für mich geeignet? Immerhin kenne ich die wenigsten Länder auf der Erde in ausreichender Tiefe, sie als potentielle Heimat bewerten zu können.
Und selbst wenn die Frage nach dem neuen Wohnort geklärt wäre und ich starkes Interesse an einem Land oder einer Stadt habe geht die Arbeit erst los. Wie wandere ich aus? Welche Gesetzte und Bestimmungen muss ich beachten? Welche Konsequenzen hat die Entscheidung auf mein Leben? Man darf auch nicht vergessen, dass viele Auswanderer früher oder später wieder zurück in die Heimat ziehen. Eine deratige gescheiterte Migration gilt es zu vermeiden.
In diesem Weblog möchte ich daher ein Gedankenexperiment anstellen; eine Art “How-to” erstellen. Ich nehme an, ich möchte Auswandern – und plane diesen Schritt “auf dem Papier” und dokumentiere meine Erfahrungen und Erkenntnisse auf dieser Webseite. Für mich selber hoffe ich die Frage zu beantworten: Kommt Auswanderung für mich in Frage? Und hoffentlich kann ich bei der Klärung dieser Frage auch für Andere interessante Informationen zusammenstellen.
Deine Motivation zu bloggen kommt mir bekannt vor.
Bin gespannt wie sich deine Fragen klären, zu welchem Schluss du kommst.
gruss Niko
Danke. Ich bin selber sehr gespannt. Ich sage ehrlich: Ich weiss nicht, was dabei herauskommt. Aber einen “Plan B” zu haben schadet auf keinen Fall.
Sehr geehrte Redaktion,
Viele Menschen suchen ihre Zukunft zur Zeit im Ausland, in der Hoffnung dort zufriedener und finanziell besser zu leben. Die Erwartungen sind leider manchmal zu groß. Die Anfangsschwierigkeiten in dem auserwählten Land sind hin und wieder beträchtlich, und keine Beratungsstelle kann darüber informieren, vor allem nicht über Verständigungsprobleme und auch solche im ganz gewöhnlichen Tagesablauf. Wer träumt nicht davon sein Glück im Ausland zu suchen. Es ist aber gar nicht so leicht sich in einer anderssprachigen Gesellschaft zu integrieren. Menschliches Zusammenleben ist ohne Sprache kaum denkbar, ohne sie funktioniert nicht die richtige Verständigung mit anderen. Oft ist dann schwierig nur Einkaufen zu gehen. Die Statistiken zeigen, daß Liebe die Europäer am ehesten auswandern läßt. Nur fand ich keine Tabellen der Schwierigkeiten die man dann bewältigen muß. Die, die auswandern wollen suchen Rat, aber selten wird auf die normalen Alltagsprobleme aufmerksam gemacht.
Um den heutigen Ton der Verständigung zu benutzen, ich Ossi aus Prag, heiratete 1983 einen Wessi Geschäftsmann, der damals in Brüssel lebte. Auf Grund dessen machte ich allerhand unerwarteten Erfahrungen. In der Fremde stolpert man über irgendein Problem einfach überall, auf dem Amt, weil man die Fragebogen nicht richtig versteht, in dem Supermarkt, wo man manche Lebensmittel zum erstenmal sieht, und die Kommunikation klappt auch nicht immer perfekt. Im Leben gibt es auch Situationen, wann kein einziges Wort gesprochen wird, dennoch verstehen sich die Einheimischen, aber dem Ausländer fehlt die wichtigste Grundvoraussetzung. Die Kenntnis der sprachlichen Finesse und der Gebräuche am Ort. Gerade das führt häufig zu manchen Pleiten und Pannen. Die Liste der Schwierigkeiten, die keinesfalls vollständig ist, zeigt aber die Vielfalt der Problemen mit denen man in der Fremde konfrontiert ist.
Ich wanderte aus, reiste mit meinem Man geschäftlich quer durch Europa und wir erlebten allerhand Überraschungen, wie die Begegnungen mit übereifrigen Zollbeamten, anspruchsvollen Kunden, und lernten die unterschiedlichsten Kulturen kennen. Zum Glück waren nicht alle Erfahrungen schmerzhaft, meistens waren es nur Bagatellen, die wir unter Freunden als amüsante Anekdoten zum Besten geben konnten. Es waren auch die Freunde, die mich auf die Idee brachten, meine Erfahrungen aufs Papier zu bringen. Mein Buch ist kein Ratgeber zum Auswandern, die Feuilletons erzählen humorvoll, manchmal auch ironisch authentische Geschichten über das normale Alltagsleben im Ausland, und über meine Pannen und Pechsträhnen. Es war am Anfang schwierig alles im Griff zu bekommen. Ich bedauere aber nicht meine Heimat verlassen zu haben und mein Leben total umzukrempeln.
Wer ist interessiert mehr über die Lebenserfahrungen in der Fremde zu lesen, findet es in meinem Buch. Der Titel ist irreführend “Haben Sie Sex in der Tasche?” Es sollte andeuten, zu welchen verwirrenden, oft auch spaßigen Mißverständnissen die Kommunikation in einer fremden Sprache führen kann. Was für Gedanken der Titel auch immer hervorrufen mag, anstößiges finden man nicht, das bestätigt der Untertitel, “Was man im Ausland so alles erleben kann“.
Das Buch ist im Internet in Barsortiment KNV, Libri, Amazon etc. präsent unter dem Titel “Haben Sie Sex in der Tasche”, Autor Jindra Pluhar, Verlag Karin Fischer, Aachen, ISBN 978-3-89514-669-5 und sofort lieferbar.
Mit freundlichen Grüßen
Jindra Pluhar – Reimer
E-Mail: ultichtomreimer@aol.com