TV-Dokumentation “Mein neues Leben”

Der in der FAZ damals [nicht genannte Fernsehsender](/2006/06/14/faz-artikel-zu-auswanderung/) hat seine Dokumentarserie über Auswanderung aus Deutschland begonnen und letzte Woche mit der Ausstrahlung angefangen. Kabel 1 zeigt weitere Folgen der Serie ["Mein neues Leben"](http://www.kabeleins.de/doku_reportage/neues_leben/) jeden Donnerstag, [meldet web.de](http://portale.web.de/Boulevard/msg/6201597/). Die Dokumentation beginnt mit den Vorbereitungen auf die Auswanderung, und sprint dann zur Ankunft im Zielland, wo die deutschen Familien ihre neue Existenz aufzubauen beginnen.

Leider besitze ich keinen Fernseher und kann die Serie selber nicht anschauen :-)

About Nils

By day, Nils Jeppe is a 37 years old service- and project manager in the IT industry. By night, his secret identity as a world builder, writer, and cartographer is revealed and his feverish imagination roams the multiverse in search of interesting worlds that he then documents on his blog, Enderra.com. You can follow Nils on Twitter.
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One Response to TV-Dokumentation “Mein neues Leben”

  1. Andrea Kleinschmidt says:

    Unsere Auswanderungsstory ist eigentlich eher fuer Herrn Schroeder gedacht, denn wir, mein Mann, mein Sohn und ich, sind damals vor 7 Jahren ausgewandert. Damals war die Arbeitssituation in Deutschland etwas besser und der Euro war noch nicht eingefuehrt.
    Mein Mann hatte gerade seine neue Stelle bekommen nachdem er mit dem Studium fertig wurde, waehrend ich die ganze Zeit mit meiner Teilzeitstelle die Familie ueber Wasser hielt. Sobald wir beide arbeiteten hatten wir weniger Geld als zuvor, als wir noch von der Sozialhilfe ein bisschen Unterstuetzung bekamen. Das veranlasste uns dann den Hut zu nehmen.
    In Amerika angekommen war ich persoenlich erst mal geschockt. Obwohl ich das Land ein bisschen kannte, war es dennoch ein Kulturschock. Allerdings hatten wir auch North Dakota als erstes Ziel. Wer jemals in North Dakota war, weiss wovon ich rede.
    Mein Mann hatte schon ein halbes Jahr dort gearbeitet und ich hatte sogar die Gelegenheit ihn noch dort zu besuchen bevor wir Deutschland verliessen. Nach dem Besuch dort wollte ich nicht mehr auswandern. Da er nun aber schon dort war konnte ich nicht mehr zurueck.
    Als mein Sohn und ich nachzogen verlor nach kurzer Zeit mein Mann seinen Job. Als Ingenieur hatte er recht gut verdient. Wir standen wirklich vor dem Nichts weil wir auch keine Ersparnisse hatten. Wir haben erst mal gelernt was es bedeutet hier in Amerika mit Jobs ueber die Runden kommen zu muessen. Die Menschen hier muessen oft 3 Jobs arbeiten um halbwegs ueberleben zu koennen. Der Lohn ist so gering, dass man es mit einem Job einfach nicht schafft. Nur wer eine gute Schulausbildung hat verdient genug Geld um sich einen halbwegs vernuenftigen Lebensstandard leisten zu koennen. Fuer uns war es eine grosse Umstellung, nicht das sichere Polster zu haben auf das wir in Deutschland zurueckfallen konnten.
    Aber wir haben es geschafft und dabei gelernt dass es manchmal auch heilsam sein kann wenn man sich nicht immer auf den Staat verlaesst. Mein Mann hat dann nach drei Monaten eine gute Stelle in Michigan gefunden. Heute haben wir ein Haeuschen und zwei Autos. Wir sind nicht reich aber es geht uns gut. Wir leben am grossen Michigan See und mein Mann arbeitet fuer eine pharmazeutische Firma. Ob das nun der “amerikanische Traum” ist weiss ich nicht. Ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Amerika ist nichts fuer Leute die sich in Sicherheit wiegen moechten. Es ist eher fuer Menschen, die sich aus ihrer Sicherheitszone heraus wagen wollen um ihren Horizont zu erweitern. Es kann weh tun aber es macht dich auf jeden Fall staerker.

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