Chinesische Überwachungsträume

China is eine Diktatur. Das wissen wir alle. Aber sie disqualifizieren sich gerade auf schreckliche Art und Weise. Und das Schlimste ist, dass es genau das ist was ich auch für Deutschland erwarte. Ich hatte vorhin noch am Telefon gescherzt, dass ich mir China angucke “damit ich weiss wie es hier in fünf Jahren aussieht”.

Das war, bevor ich diesen Artikel gelesen habe.

Auszug? Bitte:

>SHENZHEN, China– At least 20,000 police surveillance cameras are being installed along streets here in southern China and will soon be guided by sophisticated computer software from an American-financed company to recognize automatically the faces of police suspects and detect unusual activity.
>
>Starting this month in a port neighborhood and then spreading across Shenzhen, a city of 12.4 million people, residency cards fitted with powerful computer chips programmed by the same company will be issued to most citizens.
>
>Data on the chip will include not just the citizen’s name and address but also work history, educational background, religion, ethnicity, police record, medical insurance status and landlord’s phone number. Even personal reproductive history will be included, for enforcement of China’s controversial “one child” policy. Plans are being studied to add credit histories, subway travel payments and small purchases charged to the card.

Also: Nicht, dass ich es wirklich in Erwägung gezogen hätte, aber China fällt damit als Ziel für Auswanderung definitiv auch weg.

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Ich bin noch da

Und ich bin immernoch dabei. Allerdings versuche ich – auch von Werner inspiriert – das ganze etwas grundlegender anzugehen. Denn nicht nur, dass ich politisch für Deutschland schwarz sehe (und nicht erst seit Schäuble und Co.), ich bin eher unzufrieden mit der Branche in der ich arbeite (IT). Nebenbei gab’s für mich noch eine neue Freundin. Eine Chinesin – also eine Dame mit Migrationshintergrund.

Es gilt also (hoffentlich) mittelfristig, zwei Köpfe unter einen Hut zu bringen. Und ich möchte eine bessere berufliche Lösung finden als einfach dasselbe im Ausland weiter zu machen.

Die Ideen dazu öffentlich zu diskutieren wäre aber eher nicht zielführend.

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Museum über Auswanderung in Hamburg

In Hamburg wird am 4. Juli ein Museum über Auswanderung eröffnet. Es trägt den Namen “Port of Dreams – BallinStadt Auswandererwelt”.

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In Bermuda wird der Verkehr Überwacht

Wie Heise meldete, wird in (auf?) Bermuda ein auf RFID basierendes Überwachungssystem für den Verkehr aufgebaut. Wieder ein KO-Kriterium erfüllt – nicht, dass Bermuda jetzt irgendwie auf meiner Liste möglicher Auswanderungsziele gestanden hätte.

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Upgrade und neue URL

Ich habe ein kleines Software-Update durchgeführt. Ich setzte nun WordPress 2.2 ein. Jetzt wird alles besser. ;-) Ausserdem habe ich die Gelegenheit genutzt und dieses Weblog auf die neue URL http://www.auswanderungsblog.de umgestellt. Die alte Adresse wird natürlich weitergeleitet.

Falls es wider Erwarten Probleme gibt, wäre ich für Hinweise dankbar!

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Länderinfos

Heise hat eine Liste von Länderinformationen zu Mobilfunkstandards, Internetzugang, und Steckertypen zusammengestellt. Das Angebot richtet sich primär an Reisende – ist aber meines Erachtens auch für uns interessant.

Die BBC hat auch Länderinformationen – allerdings eher zur Wirtschaft, politischen Lage und so weiter. In die gleiche Kerbe schlägt auch das CIA World Factbook.

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Fingerabdrücke in Reisepässen bestätigt

Der Bundesrat hat Fingerabdrücke in Reisepässen bestätigt, der Polizeistaat rückt ein Stückchen näher.

Empfehle dringend jedem noch vor dem 1.11 einen neuen Reisepass zu besorgen.

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Thomas’ Tipps für Amerika

Thomas ist Ende 2005 in die USA ausgewandert. Ich habe ihn einmal per Email ausgequetscht, und er hat mir einige allgemeine Tipps geschickt. Die Zusammenfassung möchte ich Euch nicht vorbehalten, da es sicherlich interessant ist – auch für Leute die nicht in die Vereinigten Staaten wollen.

  • Thomas ist als Verlobter in die USA gegangen, per sog. K-1 Visum
  • Für jeden “Grund” der Auswanderung gibt es ein eigenes Visum, zum Beispiel Verlobten-, Verheirateten-, Verwandten-Visum und so weiter.
  • Es fordert Ausdauer, Geduld, Durchhaltevermögen, 100%ige Überzeugung, und die Fähigkeit, trotz unendlicher Wartezeiten und immer wieder den gleichen Formularen stets mit einem freundlichen Lächeln aufzutreten.
  • Man braucht einen Sponsor in den USA, der dafür bürgt, dass man selbst nicht unter die Armutsgrenze kommt (da gibt es auf den Cent genaue Richtlinien). Man muss unter notarieller Aufsicht unterschreiben, keine Sozialleistungen in den USA einzufordern etc.
  • Man sollte alle Bankdokumente, Lohnzettel, Arbeitsverträge der letzten 10 Jahre zusammen kratzen mit Angaben der Vorgesetzten etc, da all dies in gewissen Formularen im Lauf des Prozesses abgefragt wird. Und zu dem Zeitpunkt, da man das braucht,hat man keine Zeit mehr, alles in Erfahrung zu bringen.
  • Man braucht Dokumente wie Polizeiliches Führungszeugnis, Geburtsurkunden, Dienstzeugnisse der Bundeswehr, Einwohner-Meldebescheinigungen seit 16. Lebensjahr, etc, alles in 3-facher beglaubigter englischer Übersetzung sowie im deutschen Original, kein Dokument älter als ca. 2 Monate vor dem Tag der Einreichung des Visa-Antrages
  • Der Zeitrahmen vom einreichen des ersten Antrages bis zur Erteilung des Visums hat bei Thomas 3 Monate gedauert, der Schnitt liegt aber bei 6 Monaten, Einzelfälle von mehreren Jahren sind auch bekannt.
  • Schreibfehler dürfen in keinem Dokument ausgebessert werden. Nach jedem Fehler muss das ganze Formular erneut ausgefüllt werden. Auch Deutsch beschriftete Formulare sind in englisch auszufüllen. Jeder kleine Fehler oder Unleserlichkeit kann Monate kosten, da alles wieder zurückgeschickt wird und dann evtl ja die ganzen Dokumente ja schon älter als 2 Monate sind…
  • Wenn man als Verlobter oder Verheirateter in die USA auswandern will sollte man möglichst viele Fotos zusammen mit dem Partner aufheben, alle “Liebes-Emails” und -Briefe, alle Telefonrechnungen mit Einzelverbindungsnachweis, alle Flugtickets, Bordkarten, Rechnung des Verlobungsringes und so weiter – Kurz alles, was hilft um die Beziehung zu beweisen. Privatsphäre? Keine Chance.
  • Wenn die Ehe innerhalb von 2 Jahren scheitert, wird man am Tag der Scheidung ausgewiesen. Auch ein Urlaub in den USA kann danach verweigert werden – die US-Behoerden vermuten dann dass man untertauchen möchte!

Thomas sagte die folgenden Links wären Hilfreich:

  • http://travel.state.gov/visa/visa_1750.html
  • http://www.visajourney.com/

Ich hoffe, dies hilft dem einen oder anderen.

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Index der Internet-Zensur

Die [Open Net Initiative](http://opennet.net/) baut einen Index auf, in welchen Ländern über das Internet zugängliche Informationen zensiert werden. Eine meiner Meinung nach wertvolle Informationsquelle für Personen, denen es wichtig ist in ein *freies* Land zu ziehen…

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Auf Eis Gelegt

Werner hat seinen Plan, nach Kanada auszuwandern, [gestoppt](http://www.projectwestbound.com/2007/05/08/intermediate-conclusion/). Er hat bei einer vorbereitenden Reise Zweifel an seinem Vorhaben bekommen. Das zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich sein “Wunschziel” persönlich anzuschauen. Das Grass ist immer auf der anderen Seite des Zaunes grüner. Ich denke er hat richtig gehandelt – äußert sich ein Zweifel, oder zeigen sich anderweitige Probleme, ist es sicherlich besser zumindest noch zu warten bis man diese Zweifel oder Probleme klären kann.

Was ziehe ich für mich aus Werners Erfahrung? Ich sehe dass die Wahl des richtigen Zieles wirklich nicht einfach ist. Selbst, wenn es “auf dem Papier” gut aussieht, kann man dann doch vor Ort einen ganz anderen Eindruck gewinnen. Auf der anderen Seite merke ich in den letzten Wochen und Monaten, dass der Drang dieses Land zu verlassen nicht so sehr aus persönlichen oder beruflichen Gründen geschieht – ich habe ein fast wöchentlich wachsendes Unbehagen ob der politischen Zukunft unseres Landes. Vor 80 Jahren wäre es für mich einfach gewesen: Damals wanderte man in meiner Situation in die USA aus. Aber heute wäre das vom Regen in die Traufe zu migrieren.

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